Mittwoch, 11. Juni 2025

Safety(copy)First



Sicherheit(skopie) geht vor.

Nach Murphy's Gesetz geht bekanntlich alles schief, was schiefgehen kann. Besonders ärgerlich ist es, wenn man seine Papiere und das sonstige bürokratische Drumherum vergisst, verliert, verlegt oder gestohlen bekommt. Aber das passiert natürlich nur, wenn man sich NICHT dagegen wappnet und z.B. alles noch in einer digitalen Kopie bei sich hat.

Schon beim ersten Mal haben wir den Weg gewählt, alle wichtigen Unterlagen einzuscannen und diese vor dem Urlaub auf ein Netzlaufwerk von Dropbox "in die Cloud" hochzuladen. Wenn dann wirklich was wegkommt, können wir (z.B. bei der Polizei) online zumindest auf die Kopie zugreifen. Zusätzlich kann man die Scans so natürlich auch auf dem Handy mit sich herumtragen. Darauf, zusätzlich noch Papierkopien im Koffer zu deponieren, haben wir inzwischen verzichtet. 

Das Verzeichnis mit den Scans ist jedenfalls beachtlich voll geworden: Dort liegen für vier Personen insgesamt Vorder- und Rückseiten von vier Flugtickets, zwei ADAC-Karten, vier Kreditkarten, vier EC-Karten, vier deutschen Führerscheinen, drei internationalen Führerscheinen, vier Personalausweisen, vier Reisepässen und vier Krankenkassenkarten. Und natürlich auch noch die Vouchers und Reiseunterlagen. 

Freitag, 6. Juni 2025

Finale Route

Nachdem nun auch die KTP-Unterkünfte feststehen ist das hier unten nun die finale Route.
HIER VERLINKT auch als Google Map zum Zoomen und mit den diversen Wegpunkten.



Montag, 2. Juni 2025

Unterkünfte im KTP - Update 2

KTP - Kgalagadi Transfrontier Park
Karte abgeleitet von www.bwana.de
 rot - Hauptpiste, blau getrichelt - 4x4-Piste

Über die Umwege beim Buchen der Unterkünfte im Kgalagadi Transfrontier Park habe ich ja bereits berichtet. Die letzten Monate haben wir immer wieder erfolglos die Buchungsseite der Nationalparkverwaltung SANPark auf freigegebenen Buchungen gecheckt. Inzwischen sind wir gut zwei Monate vor dem eigentlichen Termin, jetzt müssen die Vorausbuchungen bezahlt werden. Und siehe da: Es wurde heute tatsächlich ein 6-Personen-Chalet in Nossob für den 12. August freigegeben. Konni hat's entdeckt, eine kurze Mail an Ute von unserer Agentur und 2 Stunden später die erleichternde Nachricht: Ich hab die Buchung durch-bekommen. Der KTP-Plan entspricht nun unserem Wunsch.

Wir kommen aus Namibia über den Grenzübergang Mata-Mata im Osten in den Park und fahren für die erste Übernachtung bis Twee Rivieren durchs Auob-Tal. 

Dann folgen zwei Nächte im Wilderness-Camp Kalahari Tented Camp, gefolgt von der Fahrt zum zentralen Main Camp Nossob, ein Tag später ganz nach Norden und über die (gestrichelte) 4x4-Strecke zum Wilderness Camp Gharagab. Von dort wieder nach Nossob und gleich erneut über eine 4x4-Piste zum Wilderness Camp Bitterpan. Von dort geht es nach der sechsten Übernachtung wieder raus aus dem Park und nach Namibia zurück.

- 1 ÜN Twee Rivieren Main Camp
- 2 ÜN Kalahari Tented Camp
- 1 ÜN Nossob Main Camp
- 1 ÜN Gharagab Wilderness Camp
- 1 ÜN Bitterpan Wilderness Camp


Nichts für Vegetarier !

Auch wenn es in den Lodges durchaus Angebote für Urlauber gab, die sich vegetarisch oder sogar vegan ernähren, ist das insgesamt nicht wirklich die Kernkompetenz der namibischen Küche.


Wir haben in den meisten Unterkünften Fleisch - oft gegrillt - als Hauptmahlzeit angeboten bekommen. Wenn es die Wahl gab, haben wir uns dann auch fast immer für eine Variante mit 'Game', also einheimischem Wildfleisch entschieden und sind damit fast immer sehr gut gefahren. 

Für Selbstversorger gibt es im Namibia-Forum fast nur eine Empfehlung für Fleisch und Wurst in Windhoek, die Klein Windhoek Schlachterei. Der deutsche Name deutet schon auf den Ursprung hin, das Angebot der KWS ist riesig und umfasst neben diversen europäischen Wurst- und Aufschnittsorten eben auch jede Menge Game-Fleisch. Da wir in diesem Jahr insgesamt 6 Tage als Selbstversorger im KTP unterwegs sein werden und dort vor Ort die Versorgung erfahrungsgemäß sehr traurig ist, haben wir das Angebot der KWS genutzt und dort eine große Bestellung platziert. Neben Biltong und Rauchfleisch als Snack für den Tag haben wir Boerewors (afrik. Bratwurst) und Filet- bzw. Sirloin-Steaks bestellt. Und zwar von Oryx, Kudu, Hardebeest, Gnu, Springbock, Zebra und Eland und als Zugabe ein Stück Krokodil-Schwanz. Das Ganze in praktischen 250g-Stücken portioniert, einzeln abgepackt, vakuumiert und gefroren. Der Kühlschrank wird damit schon recht voll sein, aber die Grillabende sind gesichert. 
Am gleichen Tag kam die Bestätigung aus Windhoek: "Machen wir so." Bezahlt wird vor Ort. Und das Beste: die KWS liefert unsere gefrorene Bestellung direkt an die Autovermietung ASCO, so dass wir uns eine Fahrt zur Schlachterei sparen und das Fleisch hoffentlich direkt bei der Mietwagenübernahme in dem Auto-Kühlschrank vorfinden. Toi, toi, toi.

Freitag, 30. Mai 2025

Tierbestimmung - Ist das eine Antilope oder doch eine Antilope ?


Steinwüste, Sandwüste, Savanne, Buschland, Felsengebirge, .... das eine, was man in Namibia zu sehen bekommt, sind ungewöhnliche, zumindest 'uneuropäische' Landschaften.

Der Hauptgrund für den Afrika-Virus, den wir uns offensichtlich eignefangen haben, ist aber, dass man in diesen Landschaften mehr oder weniger überall diverse wild lebende Tiere sehen kann. Zig verschiedene Antilopenarten, der Unterschied zwischen Erdmännchen und Erdhörnchen oder das Erkennen einer Gabelracke haben uns allerdings schnell an die Grenzen des Allgemeinwissens bringen.

Viele Namibia-Urlauber, gerade die Wiederholungstäter, sind mit mehr oder weniger umfangreichen Bestimmungsbüchern unterwegs, wobei es diese besonders aufwendig für die unzähligen Vogelarten gibt. Für uns war es im ersten Jahr schon eine Herausforderung, einen Schabrackenschakal von einer Schabrackenhyäne oder einem Kapfuchs zu unterscheiden.

Die günstigste klassische Lösung für diese Problem ist die mehrseitige Etosha-Karte
von Joy Frandsen, die neben der eigentlichen Nationalpark-Karte Bilder von 50 verschiedenen Säugetieren und über 200 Vogelarten mit englischer und deutscher Bezeichnung enthält. Das hat für unsere Zwecke weitgehend gereicht, die nehmen wir auch in diesem jahr wieder mit.

Zumindest wissen inzwischen, dass Antilope keine biologische Gattungsbezeichnung ist, sondern einfach alle vorwiegend wildlebenden Hornträger so genannt werden. Gesehen und identifiziert haben wir seit 2017 insgesamt 16 (!) Antilopenarten: Springbock, Oryx = Gemsbock, Blessbock, Kudu, Hartebeest = Kuhantilope,  Sables = Säbelantilopen, Rappenantilopen, Eland, Wildebeest = Gnu, Streifengnu, Schwarzfersen-Impala, Wasserbock, Letschwe, Dikdik = Zwergantilope, Klippspringer und Steinböckchen.

Faszinierend auch die große Anzahl an verschiedenen Vögeln und darunter besonders den Greifvögeln, die wir sehen und fotografieren konnten. Durch die Monate auf der Vogelstation in Wangerooge hat Sarah hier eine besondere Leidenschaft als 'Birderin' zur Bestimmung der Arten  entwickelt, aber auch die anderen Familienmitglieder versuchen zumindest etwas mitzuhalten. Das feuchte Caprivigebiet im Nordosten (2021) und der Krüger-Park in Südafrika (2023) haben hier allerdings mehr Varianten zu bieten, als die Wüsten Namibias. Aber vom großen Vogel Strauß bis zur bunten Gabelracke hoffen wir auch wieder auf jede Menge Federvieh.

Samstag, 24. Mai 2025

Fotoausrüstung PLUS

Zusätzlich zum im vorhergehenden Post ausführlich beschriebenen Kamera-Equipment werden auch noch zwei Ergänzungen mit nach Namibia kommen:

Das ist zum einen das Zeiss Conquest Gavia 85, ein kompaktes Spektiv, welches von Jägern, Astronomen und ambitionierten Ornithologen genutzt wird. Zur letzten Kategorie gehört inzwischen Sarah, nachdem sie auf Wangerooge monatelang in der Vogelschutzwarte ein FÖJ absolviert hatte. Das Gavia kann bis zu 60fach vergrößern und gleicht damit der Panasonic Lumix FZ72, aber bei deutlich besserer Lichtstärke. Ruhig halten kann man es allerdings sinnvoll nur in Kombination mit einem Stativ  oder evtl. einem Kirschkernkissen (bean bag) auf dem Fensterrand des Autos.


Als letzte Erwerbung werden wir auch noch den Gimbal Osmo Mobil 6 von DJI dabeihaben. Wenn man sein Handy darauf befestigt, stabilisiert der Gimbal die Kamera des Handys so, dass sie unabhängig von Bewegungen des Fotografen bzw. Filmenden stabil bleibt. Das verhindert also insbesondere die Wackelei, wenn man filmt und dabei gleichzeitig läuft, z.B. um die Unterkunft vorzustellen.  



Unsere Fotoausrüstung

Eine kurze Beschreibung unserer Fotoausrüstung, (der Artikel ist aus dem 2023-er Blog kopiert, da sich seither nichts geändert hat):
Seit 2010 hatten wir die Panasonic Lumix FZ150, eine sog. Bridgekamera, als Haupt-Familien-Kamera im Einsatz (Zitat Wikipedia: "Als Bridgekamera wird eine Kamera bezeichnet, die eine Brücke schlägt zwischen den Konstruktionsprinzipien und Eigenschaften von Spiegelreflex- und Kompaktkameras.")
Das aus unserer Sicht Unschlagbare ist, dass wir damit eine Kamera haben, die nicht nur über einen sehr großen Telebereich (24-fach = bis 600 mm) verfügt, sondern gleichzeitig auch eine brauchbare Makroeinstellung (24 mm) für Blumen oder Insekten und zusätzlich sogar noch einen recht starken Filmmodus (Full-HD 1920x1080 Pixel, 28 Bilder/sec) ermöglicht.

Für mich als Hobby-Knipser war es immer schwer verständlich, dass jemand vierstellige Summen für Spiegelreflexkameras ausgibt, darunter natürlich ein riesiges mehrere Kilo schweres Teleobjektiv, und auch sonst noch eine ganzen Koffer voll Zubehör mit sich herumträgt. Unser Zubehör beschränkt sich auf ein paar kleine Ersatzbatterien mit Ladegerät und ein einfaches Stativ.

2017 hatten wir dann als Ergänzung zur FZ150 noch eine gebraucht gekaufte Panasonic Lumix FZ72 (mit 60-fachem Tele, also riesige 20 bis 1.200 mm) für den zweiten Fotografen z.B. auf der anderen Straßenseite mitgenommen. Praktischerweise nutzt die FZ72 die gleichen Akkus wie die FZ150.

2019 wurde das Set um eine weitere Kamera aufgestockt. Wieder eine Bridge-Kamera, wieder eine Panasonic: die Panasonic Lumix FZ1000. Sie stellt beim Zoomen mit ihrem 16-fach-Tele (400 mm) scheinbar einen massiven Rückschritt zu den beiden Vorgängern dar, verfügt aber über eine großen sog. 1-Zoll-Sensor. Die fehlende Tele-Länge kann bei Bedarf nachträglich 'digital' fast ohne erkennbaren Qualitätsverlust größer gerechnet werden. Zudem könnte man automatisch parallel im RAW-Format fotografieren, das eine nachträgliche Bearbeitung gerade bei Licht und Farbe ermöglicht. 

Dazu muss aber noch geübt werden. Wenn die Idee aufgeht, sollte es dann im Urlaub gelingen, z.B. bei Experimenten mit der Milchstraße am afrikanischen Nachthimmel oder bei schwächerem Abendlicht an einem beleuchteten Wasserloch noch etwas 'herauszuholen'. Außerdem können wir damit nun schon aus drei Fenstern drei verschiedene Tiere gleichzeitig fotografieren. 😉

Und als Ergänzung gibt es ja noch die iPhones, mit dem uns insbesondere tolle Panoramen gelungen sind: